Second Life und eLearning
29. März 2007 von Stefan Beig
Das MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung hat auf der letzten Learntec 51 Experten dazu befragt, welche Trends und Entwicklungen in den nächsten Jahren das digitale Lernen bestimmen werden.
Bei den Ergebnissen, die jetzt im Trendmonitor I / 2007 vorgestellt wurden (Learning Delphi 2007 - Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren), kristallisieren sich vor allem typische eLearning 2.0 Bereiche als Vorreiter heraus:
Wikis, Lerner-Communities und Open Educational Resources.
Offensichtlich stehen die Zeichen gut für solche Werkzeuge, die von vielen Beteiligten ohne großen Aufwand für gemeinsame Ergebnisse genutzt werden können. [...]
Eine bedeutende Rolle unter den Lernwerkzeugen des Web 2.0 werden Wikis, Lerner-Communities und Open Educational Resources spielen - also Tools, die ohne großen Aufwand viele Lerner als “Macher” einbinden.
Interessant ist der Punkt, dass virtuelle Online-Welten, wie z.B. das im Moment sehr gehypte Second Life, von den Experten eher zurückhaltend bewertet wurden.
Sicherlich wird die Bedeutung von Second Life in den Medien gerade etwas überbewertet, aber genauso wie das didaktische Potential von Weblogs und Wikis und User Generated Content lange Zeit nicht erkannt wurde (und heute teilweise auch noch nicht erkannt wird), dauert es schätzungsweise noch etwas, bis sich (bei uns) entsprechende Ansätze durchsetzen.
Warum und wie virtuelle Welten für eLearning sehr wohl von Bedeutung sein können, kann man z.B. in dem sehr lesenswerten Feature von Tony O’Driscoll
In diesem Zusammenhang flatterte auch gerade erst die Meldung herein, dass soeben die freie 3D-Entwicklungsumgebung OpenCroquet fertig geworden ist. Mit Hilfe dieser Open Source Software lassen sich virtuelle Welten nach eigenen Anforderungen erstellen.
Warten wir also mal ab, was da noch so kommt …
Second Life vs. First Life
12. März 2007 von Stefan Beig
Second Life ist mitlerweile ja in aller Munde auf allen Bildschirmen.
In der taz gibt es einen sehr witzigen Artikel über First Life:
Im “First Life” heißen die Avatars Menschen, es sind wandelnde Wassersäcke, die sich mit Hilfe eines Pascal’schen Schwungrades fast ununterbrochen bewegen und nur “nachts”, wenn das Licht ausgeht, umfallen. Dann müssen sie schlafen. Nur eine von vielen Widrigkeiten des “First Life”, einer für Außenstehende zunächst schwer durchschaubaren, manchmal sogar äußerst feindseligen Welt, die sich dennoch einer schier unglaublichen Beliebtheit erfreut.


